Jota 2006

JOTA 2006 in Tietelsen bei Höxter

Anfang de Jahres hatten wir uns noch keine wirklichen Gedanken zu  JOTA gemacht.
Es sollte nur folgende Voraussetzungen geben:
– wenig Aufwand
– nicht zu weit weg
– lieber weniger als mehr Teilnehmer
– viel Zeit zum funken

Da kam plötzlich eine Einladung aus Höxter:Zelte_kl
Wollen wir nicht dieses Jahr wieder zusammen JOTA
machen ? Wir organisieren alles ihr braucht nur vorbei zu
kommen und los zu funken. Ein OV aus der Gegend sorgt
für die Technik, so dass eigentlich nichts großrtiges
mitgebracht werden muss.

Na prima, genau was wir wollten.. doch daraus wurde
natürlich nichts. Kurz vor dem JOTA sprang der OV ab
und wir waren dann doch wieder die einzigen
Funkamateure auf dem Lager und mussten uns selbst um
unsere Geräte kümmern. Also organisierten wir über ein
Planungswiki relativ kurzfristig wer was mitbringt. So
konnten wir spontan eine JOTA-Station zusammenstellen.

Folgendes hatten wir zur Verfügung:

2m Station: FT736 + 8ele auf Alumast von Ralf dazu die Contestgun von
Rüdiger DO1ERS. Mit einer Contestgun spart man sich das ständige CQ-Rufen auf
der Frequenz, denn das macht die Contestgun  automatisch, man muss lediglich
aufpassen dass man sie ausschaltet sobald jemadn auf die Rufe reagiert.

Echolink: Ein Handfunkgerät von Ralf an einer Mobilantenne von Gaby DM1CG.
Das reichte aus  um zum  nächsten Echolink Gateway zu kommen um dann via Internet
mit der ganzen Welt sprechen zu können.

KW1 Station: Dirk DM1DZ baute einen GFK Mast mit Vertikalantenne für
Kurzwelle auf und machte dar Aber PSK.PSK ist eine digitale Betriebsart bei der ein Computer an das Funkgerät angeschlossen wird der Aber seine Soundkarte selbst noch Signale “hören” kann die man mit der Ohr schon lange nciht mehr Wahrnehmen kann.

Allzeit Bereit Pack von DH1LM – FT 857 – Z11 – 25Ah Batteria – NetzteilKW2 Station: Lothar DH1LM hatte eine komplette
Kurwellenstation in einen Alukoffer eingebaut, die er so
ganz einfach mit auf Fahrt nehmen konnte. Das ist wirklich
außergewöhnliche an dieser Station war jedoch die
Antenne: Ein selbstgebauter V-Stern mit einer
Schenkellänge von 100m. Das ganze muss man sich als 5 zu
einem Stern zusammengeschaltete 100m lange Kabel
vorstellen, die in 25m Höhe aufgehängt werden und in alle
Richtungen abgespannt werden. Zum Senden werden immer
nur 2 der 5 Kabel benutzt. Je nachdem welche man nimmt ändert sich die Antennenrichtung.

Diese Antennen zubauen hatten wir uns letztes Jahr in den Kopf gesetzt , nachdem mit einem Dipol / GP
nichts zu erreichen war. Super Antenne – aber man braucht Platz .

Der Platz übertraf unsere Erwartungen: es handelte sich um eine alte Raketenbasis der NATO. Diese war
vollkommen umzäunt und lag auf einer kleinen Anhöhe ca. 3KM vom nächsten Ort entfernt. Neben einigen in
tarnfarbe gestrichenen baufälligen Gebäuden gab es einen 25m hohen Antennenmast, an dem wir noch am
Abend den V-Stern befestigten. Das Funkzelt wurde direkt am Mast aufgebaut.

Insgesamt waren ca. 40 Pfadfinder auf dem Platz, auf dem im übrigens Kühe frei herum liefen. Etwas
oberhalb des Funkzeltes wurden Jurten und Kohten zum Übernachten, Essen, Feiern und natürlich
Chatten im Internet um auch am JOTI teilzunehmen. Unter den Teilnehmern waren insgesamt 10 Lizensierte wobei 8 davon PfadfinderInnen waren.

Der Funkbetrieb war diesmal auch seht erfolgreich allein mit Echolink erreichten wir
Pfadfinderstationen aus Australien, Schweiz, Italien, England, USA, Japan, Chile, und Deutschland.
Auf der Kurzwelle konnten wir dieses Jahr dank der V-Stern Antenne das erste mal auf dem 160m Band QRV werden und Stationen aus ganz Deutschland wie in UKW Qualität arbeiten.

Der Samstagabend gestalltet sich mit Tschai und Singerunde, sowie funken ausserhalb von Europa
– mit der Antenne ein Leichtes.
Pfadfinderstationen u.a   Brasilien, Argentienen, Sudan, Japan und den USA konnte erreicht werden.
Am Sonntag morgen wurde dann noch eine Fuchsjagd Veranstaltet. Dabei geht es darum einen kleinen versteckten Sender mit Hilfe von einem Peilemfänger zu finden. Insgesamt waren 3 Füchse auf dem Gelände versteckt von denen aber nur 2 gefunden wurden. Rundum war es
wie der ein Jahr einer gelungenen Mischung aus JOTA / JOTI und dem Wochenendelagerleben .

Bericht von Ralf DO1EH und gaby DM1CG

DP 5 G – JOTA JOTI Tittelsen Höxter

Quelle:die Geschichte des Grevenbroicher Scout Net